Über die Akzeptanz von Bluetooth

Wer Location based Service via Beacon auf Smartphones zur Verfügung stellen will, stolpert über kurz oder lang über die Frage nach der Akzeptanz von Bluetooth. Bluetooth sei in den Einstellungen der Smartphones bei der Mehrheit nicht aktiviert, so ein gängiges Vorurteil.

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Beacon funken regelmäßig und wiederkehrend ihre ID über diese Bluetooth Low Energy (BLE) oder auch Bluetooth Smart Technologie genannt; Smartphone hingegen empfangen diesen - von der Bluetooth Special Interest Group (SIG) entwickelten - Funktechnik-Standard (WPAN). Für die Übertragung von großen Datenmengen eignet sich diese drahtlose Kommunikationsform aufgrund der relativ geringen Übertragungsrate nicht, bildet sie aber doch eine Schnittstelle zwischen diesen zwei Geräten auf kurze Distanz und ersetzt somit die Kabelverbindung zwischen ihnen.

Gründe für die zunehmende Akzeptanz von Bluetooth

Die zunehmende Akzeptanz der Nutzer beginnend mit der Einführung der ersten Version Bluetooth 1.0 bzw. 1.0B im Juli 1999 bis heute lässt sich u.a. mit dem starken Anstieg an bluetooth-fähigen Geräten mit Internet of Things (IoT)-Applikationen begründen. Mit dem im Sommer 2017 eingeführten, neuesten Standards Bluetooth 5 und seiner Leistungsfähigkeit - die Reichweite wurde auf 100m vervierfacht, die Datenrate auf 2 Mbit/s brutto verdoppelt - erlebte Bluetooth Low Energy (BLE) eine regelrechte Revolution. Kopfhörer, Lautsprecher, Zahnbürsten, Kühlschränke, Tastaturen, PKW-Systeme: Zwar verfügen einige Geräte ältere Bluetooth-Protokolle, aber etwa 90% aller Geräte weltweit werden laut Schätzungen seit diesem Jahr (2018) mit BLE betrieben, können miteinander gekoppelt werden und sind somit standardmäßig fähig, Beacon-Signale zu empfangen.

Betriebssysteme wie iOS, Android, Windows Phone und BlackBerry sowie macOS, Linux, Windows 8 und Windows 10 unterstützen Bluetooth Low Energy nativ. Das Samsung Galaxy S8 war das erste Smartphone mit Funkchip für Bluetooth 5. Bei Auslieferung jedes Smartphones ist die Aktivierung von Bluetooth inzwischen standardisiert. Mehr als 50% der Smartphone-Nutzer widersprechen dieser Grundeinstellung nicht und haben Bluetooth permanent aktiviert.

Tendenz steigend. Und auch, weil es kaum noch möglich ist, Bluetooth komplett abzuschalten. So hat Apple bestätigt, dass Bluetooth und Wi-Fi nicht vollständig deaktiviert sind, wenn sie im Control Center auf iOS 11 umgeschaltet werden. Das Abschalten von Bluetooth wird auch dadurch erschwert, dass in einigen Betriebssystemen, wie z.B. Windows 10, die Einstellungsmöglichkeiten für Bluetooth schlecht zu finden sind.  

Akzeptanz von Bluetooth nimmt mit seiner Energieeffizienz zu

Und nicht nur von Software-Seite wird an der Akzeptanz von Bluetooth gearbeitet, auch von den Hardware-Herstellern selbst. Die Devise: Je energieeffizienter Bluetooth-Chip arbeiten, umso mehr verringern sich die Betriebskosten, umso mehr werden sie von Nutzern akzeptiert. Diese centgroßen, hochkomplexen Platinen mit Prozessor, Speicher, BLE-Software-Stack, HF-Schalter und Balun-Übertrager sowie andere Komponenten werden von Batterien betrieben. Der Stromverbrauch wird so zu einem wesentlichen Entscheidungsmerkmal. Mehrere Chiphersteller - wie Nordic Semiconductor, Cambridge Silicon Radio, Silicon Labs, Dialog Semiconductor, STMicroelectronics, Cypress Semiconductor und Texas Instruments - bringen regelmäßig optimierte Bluetooth-Chips mit verbesserter Energiebilanz auf den Markt. Einschaltdauer und somit ein niedriger Ruhestromwert von unter 1 µA im Sleep-Modus, Intervallabstände zwischen 3,5 Millisekunden und 10 Sekunden: Viele verschiedene Komponenten haben Einfluss auf die Batterienutzungsdauer der Beacon und auf die Akkulaufzeit der Smartphones.

Mit der Entwicklung und Inbetriebnahme der neuesten, hocheffizienten Chips haben sowohl Android- als auch iOS-Geräte inzwischen einen vernachlässigbaren Stromverbrauch durch die Nutzung von Bluetooth. Kurzum: Es macht - auch in der Wahrnehmung der Smartphone-Nutzer - kaum noch einen Unterschied, ob Bluetooth aktiviert ist oder nicht.

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