Erzähl doch mal! Im Gespräch mit der Vattenfall Europe Wärme AG

Über den Beacon-Einsatz in Industrie 4.0

Im Gespräch: Sascha Hansen und Caroline Vogel von der Vattenfall Europe Wärme AG.

Copyright: Vattenfall

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1. Warum ein Beacon-Projekt? Welche Herausforderung haben Sie in Ihrem Unternehmen? Welche Hoffnungen setzen Sie in die Beacons?

Der Generationenwechsel ist im vollen Gange. Auch bei uns. Wir beide sind Teil der jungen Generation bei der Vattenfall Wärme Berlin und wollen die Digitalisierung im Unternehmen voranbringen. Bei uns arbeiten rund 1.700 Mitarbeiter*innen an vielen Standorten. Wir möchten sie digital kommunikativ verknüpfen. Alltägliche Arbeitsgeschehnisse sollen allen zugänglich sein: smart verpackt, standortbezogen und -übergreifend in einer App. Durch das Projekt Digitalisierung der Wärme sind wir auf die Möglichkeit von Location Based Content und Wingu aufmerksam geworden.

Den Rücken gestärkt hat uns die Personalabteilung mit dem Projekt „Zukunft gestalten – wir zusammen“. Es gibt der jungen Generation ein Sprachrohr. Wir beleuchten Möglichkeiten des Unternehmens aus Sicht der jungen Mitarbeiter*innen. Auch hier kam der Wunsch nach einer Mitarbeiter-App auf.

Größte Herausforderung ist die Umsetzung an den zahlreichen Standorten. Von Bürogebäuden über Heizkraftwerke bis zur Leitwarte: Jeder soll die für sich wichtigen Informationen am richtigen Ort und zur richtigen Zeit erhalten können.

2. Wie viele Beacons sind im Einsatz? Wo sind sie positioniert und welche Inhalte spielen Sie darüber aus?

Angefangen haben wir mit unserem Hauptquartier in der Sellerstraße mit rund 600 Mitarbeiter*innen. Hier haben wir die App inkl. Offline-Bereich und unter Nutzung von Beacons im Mai eingeführt. Mit Hilfe der Beacons haben wir den Umzug der Vattenfall Wärme Berlin von der Puschkinallee in die Sellerstraße kommunikativ begleitet.

Am Eingang begrüßen unsere Vorstände die Mitarbeiter*innen freundlich via Beacon. Für Pausen-Informationen haben wir unsere beiden Pausenbereiche mit einem Beacon ausgestattet. Hinzu kommen abteilungsbezogene Beacons auf allen Etagen. Derzeit senden 35 Beacons im gesamten Gebäude ihr Signal an die Smartphones unserer Mitarbeiter*innen.

In den Pausenbereichen informieren wir über Projekte außerhalb unseres Kerngeschäftes. Auf den Etagen sind alle wichtigen Anlaufpunkte veröffentlicht. Perspektivisch möchten wir unsere Besprechungsräume mit Beacons ausstatten. Dann kann jeder über eine Kurzanleitung via App die Technik in Gang setzen, zugeschnitten auf den Raum. Zusätzlich nutzen wir die Beacons zur tagesaktuellen Kommunikation.

3. Wie groß ist das Beacon-Team, wie sind die Aufgaben verteilt? Wer verantwortet die Inhalte?

Wir sind zu zweit, sammeln Ideen der Kolleg*innen, werten sie aus und veröffentlichen sie. Die meiste Zeit investieren wir in Content-Erstellung und - Aktualisierung. Wir tauschen uns regelmäßig mit der Personalabteilung, den Datenschutzbeauftragten, der IT-Sicherheit sowie dem Betriebsrat aus. Außerdem beraten wir uns mit unserem Steering Committee über die Weiterentwicklung der App und treffen gemeinsam strategische Entscheidungen.

4. Welche Features nutzt Vattenfall von der wingu-Plattform? 

Neben den Beacons liegt unser Augenmerk auf dem Offlinebereich. Den passen wir an die Wünsche der Kolleg*innen an - bevorstehende Veranstaltungen, Essensplan und ähnliches. Videos, Texte und Bilder. Um zu sehen, welche Beacon-Inhalte gefragt sind, nutzen wir oft das Analyse-Tool. Schön wäre es, wenn dieses Feature in Zukunft auch für Offline-Content möglich ist.

5. Resonanz: Worin liegt der Erfolg Ihres Location Based Service-Projektes? Von wie vielen Mitarbeitern wird die App genutzt? Welche Rückmeldungen erhalten Sie?

Mit der Einführung der App haben wir das Interesse vieler jungen Kolleg*innen geweckt. Aber auch die ältere Generation haben wir zum Mitmachen angeregt. Das Feedback ist positiv. Viele geben Hinweise und Verbesserungsvorschläge für die App. Wir sind auf Feedback angewiesen und dankbar für jeden Nutzer, der das Projekt auch kritisch hinterfragt. 

6. Was ist zukünftig geplant: Werden Sie weiterhin mit Beacons oder anderen Triggern Location Based Service für Mitarbeiter oder Kunden umsetzen?

Jetzt geht es an die Kraftwerksstandorte. Dort, wo viele Kolleg*innen verteilt auf sehr weitem Raum arbeiten, sehen wir das Potential der Beacon-Lösung. Hier wollen wir Informationen so bündeln, dass auch Mitarbeiter*innen ohne Computer-Zugriff auf dem Laufenden sind.

Neben der internen Kommunikation soll die Beacon-Technologie auch zur Optimierung von Arbeitsprozessen dienen. Zum Beispiel, um Wartungs- und Prüfaktivitäten technischer Bauteile in unseren Heizkraftwerken anlagenspezifisch zu unterstützen. Das erhöht Arbeitssicherheit und Qualität.

7. Warum haben Sie das Beacon-Projekt mit wingu umgesetzt?

Wingu bietet uns, was wir brauchen: Über den Location Based Service gelangen standortsspezifische Informationen an die Richtigen. Andersherum ist es genauso möglich, über den Offline-Bereich Informationen zu spielen, die jeder unabhängig vom Standort erhalten soll. Wingu kombiniert beides in einer App.

Nach intensiven Gesprächen und einem Workshop mit der wingu AG waren wir überzeugt. Der Weg von der Idee einer Mitarbeiter-App bis hin zur Umsetzung war herausfordernd. Auch nach der Einführung der neuen Technologie gibt es Hürden zu meistern. Hierfür steht uns bei wingu immer ein Ansprechpartner zu Verfügung, der schnell reagiert und eine Lösung anbietet. Wingu hat uns dabei unterstützt, auf dem Digitalisierungspfad Richtung Zukunft einen Schritt weiterzukommen.

Wir danken für die hilfreiche Einschätzung.

Location based Service in Industrie 4.0

Produktionsprozesse optimieren, Navigation durch Materiallager oder schwer zugängliche Werk-Gelände, Ausweisen von Evakuierungspläne: Wie Du von unserer Lösung mithilfe von Beacons und Geofence profitierst und noch mehr Anwenderbeispiele und Ideen, erfährst Du hier.

 

Michael Wolf

wingu AG, 210 Spaldingstraße, Hamburg-Mitte, HH, 20097, Germany