Geofencing, Geofence, GPS: Was ist das?

Location based Service via Geofencing

Einsatz Geofencing im Fernverkehr

Einsatz Geofencing im Fernverkehr

Die Abkürzung GPS steht für “Global Positioning System”, deutsch: Globales Positionsbestimmungssystem. Sie beschreibt eine Lokalisierungsfunktion, mit der man den Standort GPS-fähiger Geräte, wie zum Beispiel Smartphones, ermitteln kann. Die GPS-Ortung erfolgt dabei über Satelliten. Drei - im Optimum 4 - Satelliten senden dafür durchgängig ihre Positionsdaten und die Uhrzeit. Das zu ortende GPS-fähige Gerät empfängt diese Daten, woraus sich Rückschlüsse auf seine Lage und - wenn das Gerät in Bewegung ist - seine Geschwindigkeit ergeben.

Geofence ist ein Kunstwort aus Geo(graphic) und Fence (engl. Zaun). Geofence-Bereiche können Kreise, Rechtecke oder auch komplexere Flächen durch das Festlegen ihrer GPS-Koordinaten bzw. ihres Radiusses im Navigationssatellitensystem sein.

Geofencing meint das automatisierte Auslösen einer Funktion beim Ein- oder Austreten aus diesen fest definierten, geografischen Geofence-Flächen. Betritt oder verlässt der Nutzer eines GPS-fähigen Gerätes den digital “umzäunten” Raum, so wird eine Aktion bzw. Interaktion auf seinem Smartphone ausgelöst. Er kann also an einer konkreten Position geortet und gezielt angesprochen werden. Dieser dazu notwendige Content bzw. Datensatz wird vorab in einer Cloud hinterlegt.

Welche Bedeutung haben GPS, Geofence und Geofencing?

Seinen Ursprung hat die GPS-Ortung bereits in der 70er Jahren, als es vom US-Verteidigungsministerium entwickelt wurde und das alte Satellitennavigationssystem NNSS der Marine ablöste. Die GPS-Ortung hat sich bis heute als weltweit wichtigstes Ortungssystem etabliert. Laut einer Umfrage zur Nutzungshäufigkeit der Ortungsfunktion GPS durch Smartphone-Benutzer - 2016 veröffentlicht von Statista - lassen 48 Prozent der Mobil-Device-Verwender die Ortung durch GPS häufig bis immer zu.

Geofencing – die Vorteile der GPS-Funktion

Der hohe Bekanntheitsgrad, die hohe Verbreitung und Akzeptanz bei den Nutzern sind unter anderem dadurch begünstigt, da die GPS-Funktion nahezu in jedem Smartphone bei Werksauslieferung integriert und somit sofort verwendbar ist.

Zahlreiche Services, wie Navigationssysteme oder standortbasierte Informationen wie die Angabe von Entfernungen, basieren auf GPS-Ortung und sind bei den Smartphone-Nutzern bekannt, vertraut und akzeptiert.

Anwendungsbeispiele für GPS und Geofencing im Alltag

Die Ortung per GPS ermöglicht viele branchenübergreifenden Anwendungen, z.B. das Abfragen standortbasierter Informationen auf digitalen Karten, bei der Verkehrsführung, bei Umleitungen vor einem Stau und - unter Einbeziehen der Zeit - auch Leistungsmessungen im Sport, wenn die GPS-Funktion z.B. in einer Lauf-Uhr integriert ist.

Beispiele für Anwendung von Geofencing finden sich nahezu in jedem B2B- und B2C-Bereich: z.B. Geofencing im Tourismus, wenn Informationen und unterhaltende Inhalte positionsgenau an Sehenswürdigkeiten und besonderen Plätzen abrufbar sind; Geofencing Einsatz in der Gastronomie, wenn Restaurants und Mittagstische in unmittelbarer Nähe empfohlen und mit Gutscheinen oder Rabattaktionen zusätzlich beworben werden; Geofencing im Einzelhandel, wenn Passanten zu weniger frequentierten Geschäften navigiert wird. Immer mehr Suchanfragen und Abfragen zu Öffnungszeiten und Verfügbarkeiten finden laut Google mit lokaler Zielrichtung statt und werden dann über diese sogenannten Nearby-Funktionen bedient. Lies hier über den Einsatz von Geofencing im Crossdocking: Ein Logistik-Unternehmen stellt seinen Fahrern relevante Informationen in der mobilen App zur Verfügung, damit diese sich leichter auf dem Betriebsgelände zurechtfinden. 

Die Herausforderungen von GPS und Geofencing

Geofencing, Geofence, GPS: Was ist das?

Geofencing, Geofence, GPS: Was ist das?

Die Genauigkeit von GPS: Bei der Implementierung von Geofencing ist zu beachten, dass die Genauigkeit von GPS von einigen Faktoren abhängig ist. Grundsätzlich kann mithilfe von GPS-Ortung eine Positionsbestimmung im Rahmen von 2-30 Metern - in den meisten Fällen auf unter 10 Metern genau - erreicht werden. Für eine exaktere Bestimmung sollte das GPS-fähige Gerät unmittelbar “Sichtkontakt” zu den Satelliten haben, weil die Signale der Satelliten von dichteren Materialien - wie z.B. Beton, Stahl, Holz etc. - absorbiert und sie somit schwächer oder gar nicht durchdringen. Innerhalb von Gebäuden ist das GPS-Signal deshalb oftmals eingeschränkt. Für die Navigation in geschlossenen Räumen ist daher empfehlenswert, andere Lokalisierungstechnologien einzusetzen.

Der Stromverbrauch von GPS: Apps, in denen Geofencing-Funktionen integriert sind, scannen den Hintergrund permanent nach Satelliten ab, um bei Eintritt oder Austritt des Geofence-Bereichs die hinterlegte Interaktion auszulösen. Durch die kontinuierliche Verwendung von GPS ist der Stromverbrauch für diese Geräte recht hoch.

Der Datenschutz bei GPS: Dass Standort und Aufenthaltsdauer von diesen GPS-fähigen Geräten permanent erfasst werden, darüber müssen die Nutzer in den allgemeinen Bestimmungen transparent und verständlich aufgeklärt werden. So will es die DSGVO. Auch nachträglichen Änderungen der Funktionen sollten die Nutzer zustimmen können.

Die Hürden des Geofencing mit wingu überwinden

Die Genauigkeit von GPS: Neben Geofence gibt es auch andere Lokalisierungstechnologien, wie z.B. Beacon und NFC-Tags, deren Positionsbestimmungen nicht mithilfe GPS-Daten sondern mit Bluetooth bzw. auf Basis elektromagnetischer Induktion gelingen und die GPS im Indoor-Bereich zuverlässig ablösen können. wingu – die Proximity Plattform – ist die einzige Plattform, die alle Lokalisierungstechnologien unterstützt und somit einen geeigneten Trigger-Mix ermöglicht.

Der Stromverbrauch von GPS: wingu hat einen eigenen Algorithmus für das Background Scanning, also das Erkennen der Geofence-Bereiche, entwickelt, mit dem der Stromverbrauch signifikant verringert werden konnte.

Der Datenschutz bei GPS: wingu ist DSGVO konform und sichert seinen Kunden alleinigen Zugriff auf Analyse-Daten und Auswertungen zu.

Bring’ Deinen standortbezogenen Content an Locations weltweit und starte jetzt Dein Geofencing-Projekt mit wingu - proximity platform. Mit wingu ist es sehr einfach, Proximity-Technologien, wie Beacon, Eddystone, Geofence, QR-Code, NFC-Tag, einzusetzen. Du erstellst Inhalte für standortbezogene Dienste und steuerst diese über Deine Apps oder Webapplikationen aus. Mehrsprachige Inhalte, Content-Zeitplaner, Integration von Drittanwendungen: Mit Deinem Abonnement erhältst Du Zugang zu einer kompletten Proximity-Plattform mit benutzerfreundlichem CMS und Analysetools. Du selbst brauchst keine Programmierkenntnisse.

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