Geofence: Was es ist und wie es funktioniert?

Was ist Geofence?

Geofence ist ein Kunstwort aus Geo(graphic) und Fence (engl. Zaun). Geofence-Bereiche können Kreise, Rechtecke oder auch komplexere Flächen durch die Fixierung ihrer Koordinaten bzw. ihres Radiuses im Navigationssatellitensystem sein.

Wie funktioniert Geofencing?

Geofencing meint das automatisierte Auslösen einer Funktion beim Ein- oder Austreten aus dieser fest definierten, geografischen Geofence-Fläche. Dazu sendet das beobachtete Objekt in regelmäßigen Abständen seine Position via GPS. Es empfängt also permanent die aktuelle Uhrzeit und die Positionsdaten von mindestens drei, optimal von vier Satelliten, woraus sich Rückschlüsse auf seine Lage ergeben. Betritt der Nutzer eines GPS-fähigen Gerätes - z.B. eines Smartphones - den digital “umzäunten” Raum, so wird eine Aktion bzw. Interaktion ausgelöst. Dieser Content wird vorab in einer Cloud hinterlegt. 

Anwendungen von Proximity Marketing via Geofence

Die Lokalisierungstechnik per GPS ermöglicht viele branchenübergreifenden Anwendungen, vom Abfragen standortbasierter Informationen über Navigationsfunktionen und - unter Einbeziehen der Zeit - auch Leistungsmessungen im Sport. Beispiele finden sich nahezu in jedem B2B- und B2C-Bereich: Im Tourismus, in der Verkehrsführung und Logistik, in der Gastronomie, im Sales. Immer mehr Suchanfragen finden laut Google mit lokaler Zielrichtung statt und werden dann über Nearby-Funktionen bedient.

Vorteile von Geofencing

GPS ist in jedem Smartphone integriert; die Reichweite ist hoch, die Funktionen bei den Smartphone-Nutzern bekannt, vertraut und akzeptiert.

Was ist bei der Implementierung zu beachten?

Innerhalb von Gebäuden ist das GPS-Signal oftmals eingeschränkt. Für die Navigation in geschlossenen Räumen ist daher ein durchdachter Triggermix aus Geofence zum Gebäude und z.B. Indoor-Beacons, Eddystones oder NFC-Tags innerhalb des Gebäudes zu empfehlen.

Durch die kontinuierliche Verwendung von GPS ist der Stromverbrauch für die Navigationsgeräte, Laufuhren bzw. Smartphones recht hoch.

Dass Standort und Aufenthaltsdauer von diesen GPS-fähigen Geräten permanent erfasst werden, darüber solltest Du die Nutzer in den Allgemeinen Bestimmungen transparent und verständlich aufklären. Auch nachträglichen Änderungen sollten die Nutzer zustimmen können.

Die technischen Hürden mit wingu überwinden

Je nach Anwendungsbereich, Location und Anforderungen gibt es neben Geofence auch andere Proximity-Technologien, die ortsrelevanten Content antriggern; z.B. Beacons, NFC-Tags, QR-Codes. Eine Übersicht findest Du hier.

Bei der Entwicklung des SDK, wie z.B. bei der Konfiguration der Trigger im Backend, optimieren wir stets die Energieeffizienz z.B. beim Scannen der Locations.